Inhalt
Šťáhlavy
Die Gemeinde Šťáhlavy liegt 14 km südlich von der Stadt Pilsen im Tal des Flusses Úslava entfernt. Westlich erhebt sich über dem tal der Hügel Radyně mit einer gleich genannten Festung und am Rechtsufer erstreckt sich ein ausgedehnter Waldbestand eines südwestlichen Ausläufers von Brdy, der bis Rokycany Region, zu der die Gemeinde bis 1949 gehörte, erreicht. Nach den historischen Dokumenten war das Gebiet der Gemeinde schon im 5. Jahrtausend v.u.Z. besiedelt.
Erste schriftliche Erwähnung über Šťáhlavy kommt aus dem Jahre 1239 her, wenn der König Václav I., Sohn des Königs Przemyslid Otakar I., schenkte die Gemeinde der Kirche des heiligen Laurentius bei der Burg Pilsen im Austausch für die Ortschaft Benešovice bei Stříbro. Somit erwarb die Gemeinde ihre feste historische Gestalt.
Seit einem kurzen Zeitraum, ca einem halben Jahrhundert, gehörte Šťáhlavy zu neuer Pilsen, die 1295 unter Regierung von Václav II. gegründet wurde Bis Mitte des 15. Jhs war das Vermögen von Šťáhlavy im Besitz von Wladikas. Davon der erste war 1318 ein gewisser Beneda und die nachfolgenden waren Mareš, Ješek, Hynek und Vyšemír. Zu jener Zeit wurden zu Šťáhlavy die Dörfer Lhůta, Kamýk und Neslívy angeschlossen. Seit der Mitte des 15. Jhs gehörte die Gemeinde der Familie Doupovec von Doupov, die einzelne Teile der Gemeinde vereinigt hatten und liessen an Stelle heutigen, zum restaurant "U Radyně" gehörenden Garten eine Festung erbauen.
1539 verkauften die Herren von Doupov Šťáhlavy mit Festung, Hof, wüster Burg Lopata und den Dörfern Šťáhlavice, Nezbavětice, Sedlec, Lhůta, Neslívy, Nezvěstice, Žákava und Nevid, dem hochgeborenen Herrn Jiřík Kokořovec von Kokořov um 6 000 Schock Meissner Groschen. Dieser vergrösste dann sein Vermögen um Dörfer Radyně und Plzenec, die er 1561 von Zdeněk von Šternberk aufkaufte. Herr Jiřík im Laufe einiger Jahre gründete weitere Höfe und man kann ihn also mit Recht für Gründer der Šťáhlavy Herrschaft halten, die nach dessem Tod seine zwei Söhne verwalteten. Der erste von ihnen Karel Kokořovec erbaute 1548 auf dem Dorfplatz von Šťáhlavy eine neue Festung, die er später in ein Renaissanceschloss umbauen liess. Der zweite Sohn erbaute, mit seiner Frau Dorota Týřovská, beim Schloss die Kapelle des heiligen Adalberts, die Mittelteil der heutigen Kirche darstellt. 1710 verkaufte ihr Enkel Jan Jindřich die ganze ausgedehnte Herrschaft Antonie Josefína Černínová, der Gräfin von Chudenice, um 260 tausend Gulden. Ihr Verwandte Graf Heřman Jakub Černín, nachfolgender Besitzer der Herrschaft, liess die Schlosskapelle des heiligen Adalberts 1762 zum Dom erweitern. 1782 wurde zum Schloss den Südflügel angebaut. Diese beide Bauten wurden schon im Barockstil erbaut. Bisherige Filialkirche wurde 1813 von Heřmans Sohn Jan Vojtěch Černín zu einer Pfarrenkirche verwandelt, die durch ihre drei Kuppeln berühmt geworden ist.
Jan Vojtěch Černín von Chudenice (1745 - 1816) war der höchste Jägermeister des Königreichs Böhmens und in den Jahren 1784 bis 1789 liess er auf einem Südabhang des Hügels Bor ein prunkvolles Jagdschloss Waldschloss im klassizisten Stil erbauen. Später war es zu Kozel umgenannt, was sich an eine Sage über einen Heidenbrauch alter Slawen knüpft, die an dieser Stelle zur Zeit der Frühlingsnachtgleiche den Göttern zur Versöhnung und in Hoffnung einer guten Ernte den Bock geopfert hatten.
Der Bau eines Schlosshauptgebäudes auf dem rechteckigen Grundriss um Zentralhof war von einem bekannten Prager Architekten Václav Haberditz geleitet. In der Mitte der 90er des 18. Jhs liess der Graf Černín das Schloss um zwei Paare der Gebäude erweitern. Entwurf und Pläne dafür erarbeitete ein hervorragender tschechischer Architekt Ignác Jan Nepomuk Palliardi, der die originelle einfache Schlossdisposition zum grösseren Baukomplex verweiterte. Derzeit gehört das Schloss Kozel unter Verwaltung des Denkmalinstitutes in Pilsen und ebenfalls zu meist besuchten Objekten Westböhmens.
Zum Ende des 18. Jhs wurde Šťáhlavy, als Zentrum ausgedehnter Herrschaft, zur grössten Gemeinde Westböhmens. Dort lebten damals 810 Einwohner in 92 Häusern und deshalb wurde hier 1794 auch eine Gemeindeschule erbaut.
1816 nach dem Tod J.V.Černíns erbte die Herrschaft von Šťáhlavy sein Verwandte Kristián von Wallenstein und Vartenberk. Zu dieser Zeit war Šťáhlavy Dominium, oder ein herrschaftliches Amt, das Gerichtsgewalt über die Untertanengemeinden ausübte. Das Dominium von Šťáhlavy begriff 50 Dörfer und Höfe in sich, es handelte sich um einen "Gerichtsbezirk". Am 3. Juni 1850 hörten die Patrimonialämter (Rechts- und Gerichtsamt) auf ihre Funktion zu erfüllen. Die Herrschaft von Šťáhlavy wurde in drei Gerichtsbezire verteilt, Šťáhlavy fiel zu Rokycany, Plzenec zu Pilsen und Šťáhlavice zu Blovice.
Aus der Initiative des Gemeindevorstehers MUDr. Antonín Čížeks, wurden in der Gemeinde 1885 die Sektion des Zentralschulvereins, 1893 der Vorschusskassenverein und 1909 der Körpererziehungsverein Sokol gegründet. Zu einem von den ältesten Vereinen der Gemeinde gehörte die Freiwillige Feuerwehr, die 1884 gegründet wurde.
Der Zweite Weltkrieg wurde endgültig am 7. Mai 1945 mit Ankunft Amerikanischer Armee beendet. 1947 war Šťáhlavy zum Bezirk Pilsen-venkov angereiht und 1960 nach der neuen staatsrechtlichen Regelung der ČSR entstand die westböhmische Region mit 10 Bezirken und Šťáhlavy, Šťáhlavice und Nezbavětice wurden zu einer integrierten Gemeinde in einem neu entstandenen Bezirk Pilsen - Süden.
Šťáhlavice
Aufgrund historischer Erkenntnisse war das Gebiet heutiger Gemeinde Šťáhlavice, ebenso wie Šťáhlavy, schon vor 5 tausend Jahre besiedelt. Erste Schrifterwähnung über die selbe Gemeinde kommt jedoch erst vom Jahre 1379 her. Zu dieser Zeit wurde die Gemeinde auf einige Teile verteilt. Ein davon gehörte zur Burg Lopata und ein anderer zu einem gewissen Hospřid. Mit der Zeit entwickelte sich vom ursprünglichen Dorf ein selbständiges Wladikenbauerngut, das 1442 zu Nezvěstice angeschlossen wurde. Mit dieser Gemeinde waren die Einwohner von Šťáhlavice schon seit langer Zeit verbunden – vor allem durch Einpfarren zu hiesiger Aller-Heiligen-Kirche, neben der sie auch begraben wurden. Von der Pfarre in Nezvěstice wurde die Gemeinde erst im Jahre 1813 freigegeben, wenn sie zur Pfarre der St- Adalbert-Kirche in Šťáhlavy angeschlossen wurde.
1550 wurde das Wladika-Gut zur Burg Wallenstein angeschlossen, um 1587 vom Besitzer der Herrschaft von Šťáhlavy Karel Kokořovec gekauft zu werden, indem es endlich mit den übrigen, der Familie Kokořovec seit 1539 gehörenden Teilen von Šťáhlavice, verbunden wurde, dann Štáhlavice erwarb Jiřík von Kokořov von der Familie Doupovec von Doupov. Die Leute beschäftigten sich zu dieser Zeit vor allem mit Landwirtschaft und Waldnutzung, verhältnismässig gut prosperierten Handwerke – gefragt wurden vornemlich Schmiede, Wagner, Müller, Zimmerleute usw … Seit der zweiten Hälfte des 16. Jhs, besonders zu dessen Ende, begann sich auf der Šťáhlavy Herrschaft auch die Industrie zu entwickeln. Mitte 17. Jhs ist in alten Dokumenten auch die Festung von Šťáhlavy, genannt Malé Šťáhlavy oder Šťáhlavce angeführt. Es handelt sich vielleicht um Reste des Wladikagutes.
Seit schon erwähntem Jahre 1587 entwickelte sich die Gemeinde wie Šťáhlavy als Bestandteil der Šťáhlavy Herrschaft, nur mit dem Unterschied, dass sie nicht mehr die Herrschaftsresidenz war. 1850 die Gemeinden sind selbständige Verwaltungseinheiten geworden, Šťáhlavice inbegriffen. Seitdem die Geschichte der Gemeinde fing an in einer neuen Richtung voran zu gehen.
1897 wurde in der Gemeinde eine Schule mit drei Klassen erbaut. Am Ende des 19. Jhs wurden in Šťáhlavice die Vereine gegründet – zu den ältesten darunter gehörten Občanská beseda (1890) und Freiwillige feuerwehr (1898). Zu dieser Zeit fing in der Gemeinde an eine Reihe neuer grossen Güter und Häuslerbauerngüter zu entstehen. Ruhiges Leben in der Gemeinde war erst mit dem Ersten Weltkrieg unterbrochen. Ebenso wie überall in der Umgebung litten die Leute auch in Šťáhlavice an Mangel, überdies die Männer wurden zur Front rekrutiert und einige davon waren nie mehr zurückgekehrt … Das Kriegsende war für alle eine wirkliche Befreiung. Bald nach dem Krieg began das Leben in der Gemeinde wieder ins alte Geleise zu kommen. Das beweist auch eine baldige Entwicklung des gesellschaftlichen, Kultur- und Vereinslebens, z.B. schon im Jahre 1920 wurden hier der Arbeiter-Körpererziehungsverein und der Körpererziehungsverein Sokol gegründet. Im gleichen Jahr kam es auch zur Reduzierung der Šťáhlavice Schule auf eine Klasse. Die Schule wurde schliesslich 1975 wegen niedriger Anzahl der Schüler aufgehoben und die Schüler begannen die Schule in Nezvěstice zu besuchen. 1928 wurde die Gemeinde der Staatsreform zufolge vom Bezirk Blovice nach Bezirk Pilsen überführt.
In den 20er gab es in Šťáhlavice 3 Gaststätten, Fleischerei, ein Gemischtwarengeschäft, ein Schneider, 2 Schuhmacher, Zimmermann, Schmied und Wagner. Mit der Entwicklung der Škoda-Betriebe in Pilsen kam es auch zum grossen Aufschwung der Arbeiterberufe, 1932 wurde dafür auch die Buslinie Šťáhlavice-Pilsen aufgerichtet.
Der Zweite Weltkrieg verlief in der Gemeinde gleich wie der Erste Weltkrieg, die Einwohner waren mit denselben Plagen betroffen … Noch während dem Kreig im Jahre 1944 wurde auf der Eisenbahnlinie Nezvěstice-Rokycany die Eisenbahnhaltestelle "Šťáhlavice-lom" aufgerichtet. Nach dem Ende des Krieges wurde in der Gemeinde die landwirtschaftliche Einheitsgenossenschaft gegründet. Bei neuer Staatsreform der ČSR im Jahre 1960 wurde Šťáhlavice, zusammen mit der Gemeinde Nezbavětice in einen Orts-Nationalausschuss Šťáhlavy eingereiht.
Die Gemeinde Šťáhlavy liegt 14 km südlich von der Stadt Pilsen im Tal des Flusses Úslava entfernt. Westlich erhebt sich über dem tal der Hügel Radyně mit einer gleich genannten Festung und am Rechtsufer erstreckt sich ein ausgedehnter Waldbestand eines südwestlichen Ausläufers von Brdy, der bis Rokycany Region, zu der die Gemeinde bis 1949 gehörte, erreicht. Nach den historischen Dokumenten war das Gebiet der Gemeinde schon im 5. Jahrtausend v.u.Z. besiedelt.
Erste schriftliche Erwähnung über Šťáhlavy kommt aus dem Jahre 1239 her, wenn der König Václav I., Sohn des Königs Przemyslid Otakar I., schenkte die Gemeinde der Kirche des heiligen Laurentius bei der Burg Pilsen im Austausch für die Ortschaft Benešovice bei Stříbro. Somit erwarb die Gemeinde ihre feste historische Gestalt.
Seit einem kurzen Zeitraum, ca einem halben Jahrhundert, gehörte Šťáhlavy zu neuer Pilsen, die 1295 unter Regierung von Václav II. gegründet wurde Bis Mitte des 15. Jhs war das Vermögen von Šťáhlavy im Besitz von Wladikas. Davon der erste war 1318 ein gewisser Beneda und die nachfolgenden waren Mareš, Ješek, Hynek und Vyšemír. Zu jener Zeit wurden zu Šťáhlavy die Dörfer Lhůta, Kamýk und Neslívy angeschlossen. Seit der Mitte des 15. Jhs gehörte die Gemeinde der Familie Doupovec von Doupov, die einzelne Teile der Gemeinde vereinigt hatten und liessen an Stelle heutigen, zum restaurant "U Radyně" gehörenden Garten eine Festung erbauen.
1539 verkauften die Herren von Doupov Šťáhlavy mit Festung, Hof, wüster Burg Lopata und den Dörfern Šťáhlavice, Nezbavětice, Sedlec, Lhůta, Neslívy, Nezvěstice, Žákava und Nevid, dem hochgeborenen Herrn Jiřík Kokořovec von Kokořov um 6 000 Schock Meissner Groschen. Dieser vergrösste dann sein Vermögen um Dörfer Radyně und Plzenec, die er 1561 von Zdeněk von Šternberk aufkaufte. Herr Jiřík im Laufe einiger Jahre gründete weitere Höfe und man kann ihn also mit Recht für Gründer der Šťáhlavy Herrschaft halten, die nach dessem Tod seine zwei Söhne verwalteten. Der erste von ihnen Karel Kokořovec erbaute 1548 auf dem Dorfplatz von Šťáhlavy eine neue Festung, die er später in ein Renaissanceschloss umbauen liess. Der zweite Sohn erbaute, mit seiner Frau Dorota Týřovská, beim Schloss die Kapelle des heiligen Adalberts, die Mittelteil der heutigen Kirche darstellt. 1710 verkaufte ihr Enkel Jan Jindřich die ganze ausgedehnte Herrschaft Antonie Josefína Černínová, der Gräfin von Chudenice, um 260 tausend Gulden. Ihr Verwandte Graf Heřman Jakub Černín, nachfolgender Besitzer der Herrschaft, liess die Schlosskapelle des heiligen Adalberts 1762 zum Dom erweitern. 1782 wurde zum Schloss den Südflügel angebaut. Diese beide Bauten wurden schon im Barockstil erbaut. Bisherige Filialkirche wurde 1813 von Heřmans Sohn Jan Vojtěch Černín zu einer Pfarrenkirche verwandelt, die durch ihre drei Kuppeln berühmt geworden ist.
Jan Vojtěch Černín von Chudenice (1745 - 1816) war der höchste Jägermeister des Königreichs Böhmens und in den Jahren 1784 bis 1789 liess er auf einem Südabhang des Hügels Bor ein prunkvolles Jagdschloss Waldschloss im klassizisten Stil erbauen. Später war es zu Kozel umgenannt, was sich an eine Sage über einen Heidenbrauch alter Slawen knüpft, die an dieser Stelle zur Zeit der Frühlingsnachtgleiche den Göttern zur Versöhnung und in Hoffnung einer guten Ernte den Bock geopfert hatten.
Der Bau eines Schlosshauptgebäudes auf dem rechteckigen Grundriss um Zentralhof war von einem bekannten Prager Architekten Václav Haberditz geleitet. In der Mitte der 90er des 18. Jhs liess der Graf Černín das Schloss um zwei Paare der Gebäude erweitern. Entwurf und Pläne dafür erarbeitete ein hervorragender tschechischer Architekt Ignác Jan Nepomuk Palliardi, der die originelle einfache Schlossdisposition zum grösseren Baukomplex verweiterte. Derzeit gehört das Schloss Kozel unter Verwaltung des Denkmalinstitutes in Pilsen und ebenfalls zu meist besuchten Objekten Westböhmens.
Zum Ende des 18. Jhs wurde Šťáhlavy, als Zentrum ausgedehnter Herrschaft, zur grössten Gemeinde Westböhmens. Dort lebten damals 810 Einwohner in 92 Häusern und deshalb wurde hier 1794 auch eine Gemeindeschule erbaut.
1816 nach dem Tod J.V.Černíns erbte die Herrschaft von Šťáhlavy sein Verwandte Kristián von Wallenstein und Vartenberk. Zu dieser Zeit war Šťáhlavy Dominium, oder ein herrschaftliches Amt, das Gerichtsgewalt über die Untertanengemeinden ausübte. Das Dominium von Šťáhlavy begriff 50 Dörfer und Höfe in sich, es handelte sich um einen "Gerichtsbezirk". Am 3. Juni 1850 hörten die Patrimonialämter (Rechts- und Gerichtsamt) auf ihre Funktion zu erfüllen. Die Herrschaft von Šťáhlavy wurde in drei Gerichtsbezire verteilt, Šťáhlavy fiel zu Rokycany, Plzenec zu Pilsen und Šťáhlavice zu Blovice.
Aus der Initiative des Gemeindevorstehers MUDr. Antonín Čížeks, wurden in der Gemeinde 1885 die Sektion des Zentralschulvereins, 1893 der Vorschusskassenverein und 1909 der Körpererziehungsverein Sokol gegründet. Zu einem von den ältesten Vereinen der Gemeinde gehörte die Freiwillige Feuerwehr, die 1884 gegründet wurde.
Der Zweite Weltkrieg wurde endgültig am 7. Mai 1945 mit Ankunft Amerikanischer Armee beendet. 1947 war Šťáhlavy zum Bezirk Pilsen-venkov angereiht und 1960 nach der neuen staatsrechtlichen Regelung der ČSR entstand die westböhmische Region mit 10 Bezirken und Šťáhlavy, Šťáhlavice und Nezbavětice wurden zu einer integrierten Gemeinde in einem neu entstandenen Bezirk Pilsen - Süden.
Šťáhlavice
Aufgrund historischer Erkenntnisse war das Gebiet heutiger Gemeinde Šťáhlavice, ebenso wie Šťáhlavy, schon vor 5 tausend Jahre besiedelt. Erste Schrifterwähnung über die selbe Gemeinde kommt jedoch erst vom Jahre 1379 her. Zu dieser Zeit wurde die Gemeinde auf einige Teile verteilt. Ein davon gehörte zur Burg Lopata und ein anderer zu einem gewissen Hospřid. Mit der Zeit entwickelte sich vom ursprünglichen Dorf ein selbständiges Wladikenbauerngut, das 1442 zu Nezvěstice angeschlossen wurde. Mit dieser Gemeinde waren die Einwohner von Šťáhlavice schon seit langer Zeit verbunden – vor allem durch Einpfarren zu hiesiger Aller-Heiligen-Kirche, neben der sie auch begraben wurden. Von der Pfarre in Nezvěstice wurde die Gemeinde erst im Jahre 1813 freigegeben, wenn sie zur Pfarre der St- Adalbert-Kirche in Šťáhlavy angeschlossen wurde.
1550 wurde das Wladika-Gut zur Burg Wallenstein angeschlossen, um 1587 vom Besitzer der Herrschaft von Šťáhlavy Karel Kokořovec gekauft zu werden, indem es endlich mit den übrigen, der Familie Kokořovec seit 1539 gehörenden Teilen von Šťáhlavice, verbunden wurde, dann Štáhlavice erwarb Jiřík von Kokořov von der Familie Doupovec von Doupov. Die Leute beschäftigten sich zu dieser Zeit vor allem mit Landwirtschaft und Waldnutzung, verhältnismässig gut prosperierten Handwerke – gefragt wurden vornemlich Schmiede, Wagner, Müller, Zimmerleute usw … Seit der zweiten Hälfte des 16. Jhs, besonders zu dessen Ende, begann sich auf der Šťáhlavy Herrschaft auch die Industrie zu entwickeln. Mitte 17. Jhs ist in alten Dokumenten auch die Festung von Šťáhlavy, genannt Malé Šťáhlavy oder Šťáhlavce angeführt. Es handelt sich vielleicht um Reste des Wladikagutes.
Seit schon erwähntem Jahre 1587 entwickelte sich die Gemeinde wie Šťáhlavy als Bestandteil der Šťáhlavy Herrschaft, nur mit dem Unterschied, dass sie nicht mehr die Herrschaftsresidenz war. 1850 die Gemeinden sind selbständige Verwaltungseinheiten geworden, Šťáhlavice inbegriffen. Seitdem die Geschichte der Gemeinde fing an in einer neuen Richtung voran zu gehen.
1897 wurde in der Gemeinde eine Schule mit drei Klassen erbaut. Am Ende des 19. Jhs wurden in Šťáhlavice die Vereine gegründet – zu den ältesten darunter gehörten Občanská beseda (1890) und Freiwillige feuerwehr (1898). Zu dieser Zeit fing in der Gemeinde an eine Reihe neuer grossen Güter und Häuslerbauerngüter zu entstehen. Ruhiges Leben in der Gemeinde war erst mit dem Ersten Weltkrieg unterbrochen. Ebenso wie überall in der Umgebung litten die Leute auch in Šťáhlavice an Mangel, überdies die Männer wurden zur Front rekrutiert und einige davon waren nie mehr zurückgekehrt … Das Kriegsende war für alle eine wirkliche Befreiung. Bald nach dem Krieg began das Leben in der Gemeinde wieder ins alte Geleise zu kommen. Das beweist auch eine baldige Entwicklung des gesellschaftlichen, Kultur- und Vereinslebens, z.B. schon im Jahre 1920 wurden hier der Arbeiter-Körpererziehungsverein und der Körpererziehungsverein Sokol gegründet. Im gleichen Jahr kam es auch zur Reduzierung der Šťáhlavice Schule auf eine Klasse. Die Schule wurde schliesslich 1975 wegen niedriger Anzahl der Schüler aufgehoben und die Schüler begannen die Schule in Nezvěstice zu besuchen. 1928 wurde die Gemeinde der Staatsreform zufolge vom Bezirk Blovice nach Bezirk Pilsen überführt.
In den 20er gab es in Šťáhlavice 3 Gaststätten, Fleischerei, ein Gemischtwarengeschäft, ein Schneider, 2 Schuhmacher, Zimmermann, Schmied und Wagner. Mit der Entwicklung der Škoda-Betriebe in Pilsen kam es auch zum grossen Aufschwung der Arbeiterberufe, 1932 wurde dafür auch die Buslinie Šťáhlavice-Pilsen aufgerichtet.
Der Zweite Weltkrieg verlief in der Gemeinde gleich wie der Erste Weltkrieg, die Einwohner waren mit denselben Plagen betroffen … Noch während dem Kreig im Jahre 1944 wurde auf der Eisenbahnlinie Nezvěstice-Rokycany die Eisenbahnhaltestelle "Šťáhlavice-lom" aufgerichtet. Nach dem Ende des Krieges wurde in der Gemeinde die landwirtschaftliche Einheitsgenossenschaft gegründet. Bei neuer Staatsreform der ČSR im Jahre 1960 wurde Šťáhlavice, zusammen mit der Gemeinde Nezbavětice in einen Orts-Nationalausschuss Šťáhlavy eingereiht.





